Nun zum wohl coolsten Bundesligisten de welt BVB!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Borussia Dortmund

Borussia Dortmund
Logo von Borussia Dortmund
Voller NameBallspielverein Borussia 09 e.V.
Dortmund
Spitzname(n)---
Gegründet19. Dezember 1909
StadionSignal Iduna Park
(ehemaliges Westfalenstadion)
Plätze80.708
PräsidentReinhard Rauball
TrainerJürgen Röber
AdresseRheinlanddamm 207-209
44139 Dortmund
Homepagewww.bvb.de
LigaFußball-Bundesliga
Saison 2005/067. Platz
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Heim
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Auswärts

 Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund (kurz: Borussia Dortmund, BVB oder BVB 09) ist ein Fußballverein[1] aus Dortmund. Die erste Herrenmannschaft der Borussia spielt in der Fußball-Bundesliga und ist eine der erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. Neben sechs deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen gewann der BVB 1966 den Europapokal der Pokalsieger (und damit als erster deutscher Verein überhaupt einen Europapokal) und 1997 die Champions League. Im selben Jahr konnte auch der Weltpokal nach Dortmund geholt werden.

Obwohl Borussia Dortmund ursprünglich als Fußballverein gegründet wurde, besitzt der Club heute auch erfolgreiche Handball- und Tischtennisabteilungen sowie eine gleichberechtigte Fan- und Förderabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Seit November 1999 sind die Lizenzspielerabteilung der Borussia sowie die zweite Mannschaft und die A-Jugend in eine börsennotierte Kommanditgesellschaft auf Aktien ausgelagert.                                              

Spieler und Trainer der Fußballabteilung

Für mehr Informationen zu den handelnden Personen bei Borussia Dortmund: Borussia Dortmund/Zahlen und Fakten#Personen

Aktueller Bundesligakader

Kapitän der Borussia: Christian Wörns
Kapitän der Borussia: Christian Wörns
Zweifacher WM-Teilnehmer: Christoph Metzelder
Zweifacher WM-Teilnehmer: Christoph Metzelder
Neuzugang 2006/07: Tinga
Neuzugang 2006/07: Tinga

Name, VornameRückennummerNationalität
Torwart
Meier, Bernd20Deutscher
Pirson, Sören34Deutscher
Weidenfeller, Roman1Deutscher
Abwehr
Amedick, Martin°2Deutscher
Brzenska, Markus3Deutscher
Dedé17Brasilianer
Degen, Philipp23Schweizer
Hillenbrand, Nico38Deutscher
Hünemeier, Uwe27Deutscher
Metzelder, Christoph21Deutscher
Saka, Kosi16Kongolese (Rep. Kongo)
Vržogić, David33Deutscher
Wörns, Christian4Deutscher
Mittelfeld
Kehl, Sebastian5Deutscher
Kringe, Florian6Deutscher
Kruska, Marc-André22Deutscher
Pienaar, Steven°10Südafrikaner
Ricken, Lars18Deutscher
Şahin, Nuri25(Fußball-)Deutscher
Tinga°7Brasilianer
Tyrala, Sebastian28Deutscher
Angriff
Amachaibou, Abdenour36Deutscher
Amoah, Matthew8Ghanaer
Frei, Alexander°13Schweizer
Smolarek, Ebi14Pole
Valdez, Nelson°9Paraguayaner

° = Neuzugang Saison 2006/2007

Aktueller Trainer- und Betreuerstab

Name, VornameFunktion
Trainerstab
Röber, JürgenChef-Trainer
Storck, BerndCo-Trainer
de Beer, WolfgangTorwarttrainer
Medizinische Abteilung
Braun, MarkusMannschaftsarzt
Zöllner, FrankPhysiotherapeut
Kuhnt, PeterPhysiotherapeut

Westfalenstadion/Signal Iduna Park

Die Geschichte des Westfalenstadions begann bereits 1965, als sich der Dortmunder Sportausschuss erstmals mit der Neuerrichtung eines Fußballstadions in unmittelbarer Nähe der Roten Erde befasste. Ein solcher Neubau schien jedoch aus finanziellen Gründen nicht machbar, so dass diesbezügliche Pläne zunächst auf Eis gelegt worden. Erst als Deutschland sich für die Austragung der WM 1974 bewarb, wurde der Bau des Westfalenstadions akut. Im Oktober 1967 bewarb sich Dortmund als Spielort, den Zuschlag für die Ausrichtung des Turniers hatte der DFB bereits ein Jahr zuvor erhalten.

Luftansicht der Stadions
Luftansicht der Stadions

Am 19. Oktober 1970 erging dann der Beschluss des Rats der Stadt Dortmund zum Bau eines neuen Stadions, dessen erster Spatenstich ein Jahr später erfolgte. Das Gelände direkt hinter der Haupttribüne der Roten Erde war zuvor als Trainingsgelände des Vereins genutzt worden. Entgegen der ursprünglichen Planung, die ein vollüberdachtes Stadion mit Laufbahn und Platz für 60.000 Zuschauern vorgesehen hatte, allerdings auch Kosten in Höhe von 60 Millionen Mark verursacht hätte, wurde letztlich ein reines Fußballstadion in Plattenbauweise gebaut. Vorbild der Arena war ein Stadion in der kanadischen Olympiastadt Montreal. Die Baukosten dieses Alternativbaus beliefen sich schließlich nur auf knapp die Hälfte der ursprünglichen Summe, zudem musste die Stadt Dortmund als Bauherr dank finanzieller Unterstützung durch Bund und Land sowie der Glücksspirale nur geschätzte 6 Millionen Mark beisteuern[24].

Letztlich besaß das Westfalenstadion zu Beginn der Weltmeisterschaft ein Fassungsvermögen von 54.000 Plätzen, die praktisch vollständig überdacht waren. Sämtliche der 16.500 Sitzplätze befanden sich auf den Tribünen an den Seiten des Spielfelds, Nord- und Südtribüne blieben Stehplätzen vorbehalten. Zur offiziellen Eröffnung am 2. April 1974 empfing die Borussia dann in einem Freundschaftsspiel den Revierrivalen aus Gelsenkirchen, fast 50.000 Zuschauer wohnten dem Spiel bei. Bei der Weltmeisterschaft 1974 war Dortmund wenig später dann Austragungsort von vier Spielen, unter anderem fand das „Halbfinale“ zwischen Brasilien und den Niederlanden im Westfalenstadion statt.

Schnell entwickelte sich das Stadion zu einem der bedeutendsten Stadien der Bundesrepublik. Aufgrund seiner „typisch englischen“ Bauweise ohne Laufbahn war die Atmosphäre im Westfalenstadion immer etwas hitziger als in den meisten anderen Stadien des Landes, die wesentlich weitläufiger waren. Als größtes Fußballstadion seiner Art war das Dortmunder Stadion letztlich ein früher Vorläufer der reinen Fußballarenen, die seit Ende der 90er im ganzen Land gebaut wurden.

Fans der Borussia auf der Südtribüne
Fans der Borussia auf der Südtribüne

Im Frühjahr 1992 wurde das Fassungsvermögen aufgrund von Vorschriften der UEFA durch die Umrüstung von Steh- in Sitzplätze auf der Nordtribüne auf 42.800 Zuschauer reduziert. Mit den sportlichen Erfolgen der Borussia in den 90ern wurde auch das Westfalenstadion dann jedoch schrittweise ausgebaut. Im Rahmen der ersten Ausbaustufe wurden West- und Osttribüne 1995 um einen Oberrang mit jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt. In einer zweiten Ausbaustufe konnte die Zuschauerkapazität 1998 auf 68.600 erhöht werden, als auch Nord- und Südtribüne aufgestockt wurden. Seitdem ist die Südtribüne mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Plätzen Europas größte Stehplatztribüne, die Stehplätze auf der Nordtribüne wurden gleichzeitig reduziert. Die dritte Ausbaustufe, die die Schließung der bisher noch offenen Ecken vorsah, bescherte dem Westfalenstadion zur Saison 2003/04 eine Erhöhung des Fassungsvermögens um 14.499 Zuschauer auf 83.000 Plätze in Ligabetrieb. Dies machte das Dortmunder Stadion zur größten „Fußballoper“ Deutschlands. Als Folge des Ausbaus konnte der BVB in der ersten Spielzeit im neuen Stadion mit knapp 79.000 Besuchern den größten Zuschauerschnitt Europas vorweisen. Die Kosten für die drei Bauphasen beliefen sich auf insgesamt 110 Millionen Euro[25], die ausschließlich privat aufgebracht wurden.

Insbesondere der letzte Ausbau des Westfalenstadions brachte den Verein in eine schwere finanzielle Krise. Nach dem Börsengang hatte die Borussia ihre Anteile an der Arena auf 75% aufgestockt, musste in der Folgezeit jedoch zur Sicherung der Liquidität immer wieder einzelne Pakete verkaufen. Bereits zum Jahreswechsel 2002/03 hatte die KGaA ihren Besitz am Stadion komplett an die Molsiris, eine Tochter der Commerzbank AG, veräußert und so geschätze 75 Millionen Euro eingenommen[26]. Gleichzeitig wurde das Stadion für eine Laufzeit von zunächst 15 Jahren „zurückgemietet“, was aufgrund der jährlichen Kosten von 15 Millionen Euro die finanzielle Handlungsfähigkeit des Vorstands in den Folgejahren erheblich einschränkte. Zusammen mit den eminent hohen Ausgaben für den Kader führte die Finanzierung der Schließung der Ecken schließlich zum Kollaps im Herbst 2004.

Im Rahmen des folgenden Sanierungsprogramms musste der BVB auch eine Vermarktung des Stadionnamens in Kauf nehmen. Das Versicherungsunternehmen Signal Iduna erwarb im Herbst 2005 die Namensrechte am Stadion, das seitdem als Signal Iduna Park firmiert. Die dadurch erzielten Einnahmen gelten zusammen mit dem Rückkauf des Stadions im Mai desselben Jahres als Meilenstein in der finanziellen Konsolidierung des Vereins.

Bei der WM 2006 wurden neben vier Vorrundenspielen auch ein Achtel- und ein Halbfinalspiel im Signal Iduna Park ausgetragen. Weil die FIFA nur offiziellen WM-Sponsoren die Werbung innerhalb der Stadien zubilligte, wurde das Stadion während der WM in „FIFA-WM Stadion Dortmund“ umbenannt. Im Zuge der Vorbereitung auf dieses Großereignis fanden einige Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen statt, bei denen unter anderem auch die Kapazität leicht verringert wurde. Mit derzeit 80.708 Zuschauerplätzen ist es dennoch weiterhin das größte Stadion Deutschlands.

Trainingsgelände Brackel

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Dortmund-Brackel wurde gemäß der Vorgaben des DFB das neue Trainingsgelände der Borussia errichtet. Aufgrund der finanziellen Probleme des Vereins konnte das bereits seit längerem geplante Projekt nicht in Eigenregie realisiert werden, so dass die Dortmunder Stadtwerke als Investor einen großen Teil der Baukosten übernahmen und die Borussia formal nur Mieter des Geländes ist. Die Übergabe an den Verein erfolgte am 10. Mai 2006.

Zum Trainingsgelände gehören vier Rasenplätze, zwei davon sind beheizt, einer ist mit einer Kunstrasendecke versehen. Alle Plätze besitzen eine Flutlichtanlage. Komplettiert wird das Gelände durch ein Funktionsgebäude mit Umkleidebereich, Entmüdungsbecken, Sauna und einem Presseraum. Seit Herbst 2006 wurden drei weitere große und zwei kleine Trainingsplätze ergänzt.

Mit dem Trainingsgelände Brackel verfügt die Fußballabteilung Borussia Dortmunds erstmalig über eine Anlage, die von allen Mannschaften des Vereins, angefangen bei den U9-Junioren bis zur Profi-Abteilung, gemeinsam genutzt wird. Der Verein erhofft sich dadurch eine bessere Kommunikation zwischen den einzelnen Mannschaften.

Zuschauer und Fankultur

Die Fans des BVB

Fans von Borussia Dortmund
Fans von Borussia Dortmund
„Wir sind Deutscher Meister!“ (2002)
„Wir sind Deutscher Meister!“ (2002)

Borussia Dortmund ist nicht nur aufgrund seiner sportlichen Erfolge einer der bekanntesten Vereine Europas; die aktive Fanszene der Borussia gilt als eine der kreativsten und bedeutendsten in Deutschland[27]. Neben der Tatsache, dass der Verein seit vielen Jahren die meisten Zuschauer im deutschen Fußball anzieht und regelmäßig auch zu den Vereinen mit dem höchsten Zuschauerschnitt in Europa gehört, verfügen die Fans der Borussia mit der Informations- und Diskussionsplattform Schwatzgelb.de auch über eines der größten Fanzines in Deutschland.

Bereits zweimal (2003/04 und 2004/05) wurde im Westfalenstadion die höchste Durchschnittszuschauerzahl in Europa gemessen, im deutschen Fußball ist die Rekordmarke von ca. 1,35 Millionen Zuschauern aus der Saison 2003/04, der ersten nach dem letzten Stadionsausbau, unerreicht. Der BVB verkauft für jede Saison etwa 45.000 Dauerkarten - so viele wie kein anderer deutscher Verein. Dem Club gehören etwa 25.000 Mitglieder an.

Borussia Dortmund hat über 650 offizielle Fanclubs in der ganzen Welt, mehr als 25.000 BVB-Fans sind darin organisiert. Schwerpunktmäßig kommen die Fans der Borussia allerdings aus Dortmund und dem westfälischen Umland. Neben Dortmund sind insbesondere Hagen, Hamm, der Ennepe-Ruhr-Kreis, der Kreis Unna, der östliche Teil des Kreises Recklinghausen, der Kreis Soest sowie das Sauer-[28] und das Siegerland BVB-Fan-Hochburgen, in denen kein anderer Verein mehr Anhänger als Borussia Dortmund besitzt. Die fanatischsten unter ihnen verfolgen die Heimspiele ihrer Borussia auf der Südtribüne des Signal Iduna Parks, der mit etwa 25.000 Plätzen größten Stehplatztribüne Europas.

Neben zahlreichen für ihre Liebe zum Fußball und zum Verein bekannten Fangruppen gab und gibt es aber auch beim BVB Zusammenschlüsse rechtsradikaler Fans. Vor allem die gewaltbereite Borussenfront um „SS-Siggi“ Borchardt machte bundesweite Schlagzeilen, als im September 1983 ein Artikel im Stern unter dem Titel „Blut, Blut muss fließen...“ erschienen war. Vorausgegangen waren sowohl brutale Übergriffe auf Anhänger aus dem linksalternativen Milieu in der Dortmunder Nordstadt als auch rechtsradikale Schlachtrufe auf der Südtribüne. Der Verein begegnete diesem Phänomen zunächst durch die Einrichtung eines Fanprojekts und verschiedener Arbeitsprojekte im Vereinsumfeld, heute sorgt vor allem die aktive Fanszene um die Dortmunder Ultragruppierungen Desperados '99 und The Unity dafür, dass die Borussenfront nur sehr dezent bei Spielen des BVB auftritt und keinen wesentlichen Einfluss auf die Fankultur in Dortmund mehr besitzt.

Fan-Freundschaften

Bereits in den 1970ern entstand eine eher lose Fanfreundschaft zwischen den Fans der Borussia und denen von Rot-Weiss Essen. Vor allem geprägt durch die gemeinsame Abneigung gegen den Reviernachbarn Schalke 04 entwickelte sie sich durch gegenseitige Besuche bei den Lokalderbys gegen die Gelsenkirchener. Schon nach einigen Jahren endete der intensive Teil der Freundschaft, als es beim letzten Pflichtspiel der beiden Teams gegeneinander (in der ersten Runde des DFB-Pokals 1982/83) massive Ausschreitungen gab. Dennoch gab und gibt es bis heute viele Fans auf beiden Seiten, die öfter die Spiele des anderen Teams besuchen. Von einer echten Freundschaft zwischen den Fanszenen ist jedoch nicht zu sprechen.

Vereinswappen von Celtic Glasgow
Vereinswappen von Celtic Glasgow

Seit 1987 besteht eine Fanfreundschaft zwischen den Anhängern der Borussia und den Fans des mehrfachen schottischen Meisters Celtic Glasgow. Diese resultiert zum einen aus vier Aufeinandertreffen in internationalen Cup-Spielen, zum anderen - und vor allem - aufgrund von Spielern, die in beiden Vereinen aktiv und beliebt waren, wie Murdo MacLeod und Paul Lambert. Diese Freundschaft ist zur Zeit die einzige gelebte Fanfreundschaft der Borussenfans. So begann die Freundschaft mit dem Wechsel MacLeods von Celtic zur Borussia. Gemeinsam stimmte man Fanshouts an, wie „We hate Bayern Munich, we hate Schalke too, we hate Mönchengladbach, but Dortmund - we love you...“ Unterstützt wird diese Fanfreundschaft auch durch die Fanfreundschaft zwischen Anhängern der deutschen und der schottischen Fußballnationalmannschaft. Diese wurde zuletzt im Jahr 2004 deutlich, als beim Testländerspiel Deutschland-Schottland vor und im Westfalenstadion sowie vor und nach dem Spiel auf dem Friedensplatz Fußballfans gemeinsam ausgelassen ein Fußballfest feierten. Als BVB-Fan wird man ebenso herzlich in Glasgow begrüßt, sofern man nicht gerade auf Anhänger der Glasgow Rangers trifft, des langjährigen Old-Firm-Rivalen der Celts.

In der Vergangenheit gab es darüber hinaus Fanfreundschaften mit dem Hamburger SV. Diese wird aber im Moment nur noch von Teilen der Fans praktiziert. Der Ursprung der Fanfreundschaft zum HSV liegt in den 70er Jahren unmittelbar nach dem Wiederaufstieg der Borussia im Jahr 1976. Dort wurde gemeinsam Borussias 4:3-Sieg gegen den Meisterschaftsmitfavoriten HSV gefeiert und ebenso gemeinsam der 5:0-Sieg der Hamburger 1983 gegen die Borussia, bei dem der HSV den soeben gegen Juventus Turin gewonnenen Meisterschaftspokal präsentierte. In diesen Jahren war es üblich, die jeweiligen Gästefans bereits am Bahnhof zu begrüssen und gemeinsam durch die Wirtshäuser in Richtung Stadion zu ziehen, sowohl in Hamburg als auch in Dortmund. Das Ende der Freundschaft wurde von HSV-Fans initiiert, welche sich 1986 nicht ausreichend von BVB-Fans bei einem Auswärtsspiel in Gelsenkirchen unterstützt fühlten.

In den 90er Jahren gab einige lose Fanfreundschaften, welche meistens in anderen Fangruppen ihren Ursprung hatten. Diese begründeten sich im allmählichen Aufstieg der Borussia zum größten Rivalen des bundesweit unbeliebten FC Bayern München. So konnte man zu dieser Zeit vielerorts gemeinsame Fanschals mit dem SC Freiburg, dem Karlsruher SC, dem 1. FC Saarbrücken und 1860 München sehen.

Derzeit bestehen breit getragene Freundschaften der Borussenfans zu Anhängern anderer deutscher Clubs nicht mehr. Dieses hängt vor allem mit den Titelgewinnen des BVB nach 1995, jedoch auch mit dem daraus resultierenden Verhalten eines Teils der schwarz-gelben Fans zusammen, die zunehmend überheblich auftraten; Gesänge wie „Wenn wir wollen, kaufen wir euch auf“ waren an der Tagesordnung. So entstand in den vergangenen Jahren parallel zur Entwicklung einer Ultrà-Szene in Dortmund eine Geisteshaltung unter den Anhängern der Borussia, die in dem Fangesang „No one likes us, we don´t care kulminierte.

Fan-Rivalitäten

Die größte Rivalität besteht zwischen der Borussia und dem Reviernachbarn aus Gelsenkirchen, dem FC Schalke 04, und diese Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur und lassen sich vor allem anhand der jeweiligen Vereinsgeschichten erklären: Beide Vereine verbinden neben ihrer regionalen Herkunft, dem Ruhrgebiet, ihre proletarischen Wurzeln. Ihre Gründungen erfolgten in Arbeitervierteln Gelsenkirchens und Dortmunds. Zudem waren beide Vereine spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg die „Vorzeigeclubs“ ihrer Städte.

Der BVB war außerdem erster regionaler Rivale der Schalker, nachdem sich diese zu Zeiten der Weimarer Republik zunächst eher mit Vereinen aus der Rheinschiene um die Westdeutschen Meisterschaften gestritten hatten. Später hatte Schalke in Westdeutschland gar keine nennenswerte Konkurrenz, die Ära der Gauliga Westfalen beendeten die Gelsenkirchener in jeder Saison als Meister. Erst in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs mit den Erfolgen der Borussia auch die Rivalität zwischen beiden Vereinen, die Revierderbys entstanden. Aus Dortmunder Sicht gilt der Endspielsieg um die Westfalenmeisterschaft 1947 als Wendepunkt, danach übernahm der BVB mit sechs deutschen Meisterschaften die fußballerische Vorherrschaft im Ruhrgebiet. Heute sind Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 die mit Abstand größten Vereine Westfalens, Anhänger beider Vereine finden sich in allen Landesteilen.

Weiterer Rivale der Borussia ist Bayern München. Wie bei vielen anderen Vereinen auch liegen ihre Ursprünge in der fußballerischen Vormachtstellung des FC Bayern in den vergangenen 40 Jahren. Zu Zeiten, wenn die Dortmunder um den Titel in der Bundesliga mitspielen, ist die Rivalität um ein Vielfaches stärker als in den Phasen relativer Erfolglosigkeit.

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